|
1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. Tag 13. Tag: Jackson - Dillon |
||||||||||||||||||
zurück
<< >>
weiter |
|||||||||||||||||||
|
23.08. Die Nacht war ziemlich frisch, immerhin war am nächsten Morgen das Wasser in meiner Trinkflasche gefroren. Da macht sich dann doch bemerkbar, dass wir hier in über 2000 m Höhe sind. Ansonsten wunderschöne Fahrt, ein Highlight der Tour. Einsame weite Prärie, im Hintergrund die Rockys, kaum Autos, fast keine Häuser. Bannack ist die ehemalige Hauptstadt des Territoriums Montana, es liegt zwischen 2 Pässen, eigentlich am A. der Welt, aber nachdem hier zwei Burschen Gold gefunden haben (1862) wuchs in ein paar Jahren eine richtige Stadt. Inzwischen ist das Gold alle und die Leute sind wieder weg, aber die Häuser stehen noch. Wenn man diese Gegend mit dem Fahrrad durchfährt, bekommt man ein gutes Gefühl für die Entfernungen zwischen den benachbarten Orten, die damals ja per Pferd zurückgelegt wurden. Zum Glück brauche ich nichts weiter zu fürchten als einen Platten oder Regen, während damals "Road Agents" die Gegend unsicher machten und die Leute um ihr mühsam ausgebuddeltes Gold erleichterten. Auf jeden Fall müssen die Leute damals ganz schön hart gewesen sein, wenn ich mir vorstelle statt Zelt und Schlafsack nur eine Wolldecke, statt Kocher und Trockensuppen nur ein Gewehr und die Hoffnung, dass man schon immer was zu jagen findet, und man weiss nie ob hinter dem nächsten Hügel nicht vielleicht ein paar schlecht gelaunte Indianer oder unterbeschäftigte Banditen warten. Schließlich gibt es als Abschluss des Tages noch eine wunderbare lange Abfahrt nach Dillon, wo ich Ed wiedertreffe, der leider eine hartnäckige Reifenpanne hatte (Schlauch und Mantel durch) und diese Etappe nur aus dem Auto bewundern konnte.
|